News-Archiv 5

Cross-Challenge Neuss, 10 km, 16.12.2001

Nachdem ich fast einen Monat lang keinen Wettkampf bestritten hatte, tat ich mich bei meinem letzten Saisonrennen schwerer als erhofft. Auf der anspruchsvollen Strecke auf der Neusser Galopprennbahn (Junioren-Cross-Europameister Wolfram Müller befand die Strecke als zu schwer und verzichtete deshalb auf einen Start) fehlte mir noch deutlich die Tempohärte und so kam ich im stark besetzten Lauf der Asse mit 43:22 Minuten auf Platz 35.

Darmstadt-Cross, 8.6 km, 18.11.2001

Bis kurz vor dem Rennen war mein Start beim Darmstadt-Cross fraglich, denn ich hatte mir eine Erkältung eingefangen. Trotz laufender Nase nahm ich die 8600 Meter lange Strecke auf der Lichtwiese aber doch in Angriff und erlebte eines der spannendsten Rennen der Saison. In einem Zweikampf über fast die gesamte Renndistanz musste ich erst auf den letzten Metern geschlagen geben. Mit 36:19 Minuten kam ich im hochklassig besetzten Teilnehmerfeld auf Platz 106.

Zevenheuvelenloop Nijmegen/NL, 15 km, 11.11.2001

Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr war ich bei einem Weltrekord-Rennen mit dabei. Nach Sammy Korir (Brunssum, 10 km), Rodgers Rop (Berlin, 25 km) und Naoko Takahashi (Berlin-Marathon) war es diesmal der Kenianer Felix Limo, der die 15 km-Bestmarke auf 41:29 Minuten verbesserte. Während die Topläufer von der Spitze sofort ihr Tempo laufen konnten, hatte ich im Startgedränge schon fast 20 Sekunden verloren, bevor ich überhaupt die Startlinie überquert hatte und erst nach zwei Kilometern war freies Laufen möglich. Mit 58:52 Minuten war ich fast zweieinhalb Minuten langsamer als bei meiner Streckenbestzeit im Jahr 1996 und kam damit im Feld der fast 15000 Finisher auf Platz 511.

Frechener Martinslauf, 10 km, 04.11.2001

Manchmal ist man genau dann richtig gut, wenn man es gar nicht erwartet und ganz locker an eine Aufgabe herangeht. Genauso ging es mir bei diesem Rennen, denn nachdem ich in den Wochen nach dem Berlin-Marathon kaum noch trainiert hatte, wollte ich hier eigentlich nur just for fun mitlaufen. Um so erstaunter war ich, als der erste Kilometer 3:26 Minuten schnell war und selbst nach dem zweiten Kilometer war ich noch unter sieben Minuten. Nachdem ich die Hälfte der Distanz auf dem kurvenreichen Rundkurs in 18:28 zurückgelegt hatte, erreichte ich das Ziel nach 37:29 Minuten. Zahlreiche Zweikämpfe ließen das Rennen nie langweilig werden, am Ende kam ich im Feld der über 1500 Läufer auf Platz 28, in der M30 wurde ich Achter.

Dwars door Hasselt/Belgien, 15 km, 14.10.2001

Beinahe wäre mein erstes Rennen nach dem Berlin-Marathon schon nach wenigen Metern vorüber gewesen. Im dichten Gedränge unmittelbar nach dem Start stürzte ich und zog mir dabei einige schmerzhafte Verletzugen an beiden Knieen und an der linken Hand zu. Immerhin konnte ich mich bei den Läufern hinter mir bedanken, die alle geistesgegenwärtig auswichen, so dass nicht noch mehr passierte. Nachdem ich mich wieder aufgerappelt hatte, konnte ich schon bald wieder mein geplantes Tempo laufen. Doch bei meiner Aufholjagd auf den ersten fünf Kilometern hatte ich wohl etwas zu viel Energie verbraucht, die mir auf der zweiten Rennhälfte fehlte, so dass ich am Ende nur auf 58:40 Minuten kam.

Berlin-Marathon, 42.195 km, 30.09.2001

Nicht vom Erfolg gekrönt war mein Versuch, beim Berlin-Marathon eine neue Bestzeit zu laufen. Mit 2:58:31 Stunden kam ich Feld der 31.500 Läufer auf Platz 1014. Mehr Infos zum Rennen hier

Dam tot Damloop, Amsterdam, 16.1 km, 23.09.2001

Bei meinem letzten Rennen vor dem Berlin-Marathon wollte ich die zehn Meilen zwischen Amsterdam und Zaandam noch einmal unter einer Stunde laufen, doch leider machte der Gegenwind auf der von über 100.000 Zuschauern gesäumten Strecke dieses Vorhaben schon früh zunichte. Nach 1:01:43 Minuten überquerte ich die Zielline.

Brüggener Burglauf, 5 km, 15.09.2001

Mit einem taktisch gut eingeteilten Rennen konnte ich mir den dritten Gesamtsieg in meiner Läuferkarriere erkämpfen. Nachdem ich mich in der ersten der vier zu laufenden Runden noch zurückgehalten hatte, übernahm ich eingangs der zweiten Runde die Führungsposition, die ich bis ins Ziel nicht mehr abgab. Um mein Mitgefühl mit den Opfern der Terrorkatastrophe in den USA zu zeigen, war ich das Rennen im USA-Nationaltrikot gelaufen und es war ein emotional bewegender Moment, ausgerechnet damit als Sieger die Ziellinie zu überqueren. Zweitrangig war in diesem Rennen die Zeit von 18:25 Minuten, da ich am Tag zuvor noch einen Trainingslauf über 25 km absolviert hatte.

Kö-Lauf Düsseldorf, 10 km, 02.09.2001

Nachdem in der Vorwoche noch die extremen Temperaturen eine schnelle Zeit unmöglich gemacht hatten, wollte ich auf dem schnellen Rundkurs auf der Kö meine Saisonbestzeit attackieren. Zunächst sah es bei optimalen Bedingungen auch gut aus, ohne mich wirklich anstrengen zu müssen lief ich den ersten Kilometer in 3:20 min an, nach dem zweiten Kilometer hatte ich 6:54 auf der Uhr. Nach der Hälfte lag ich mit 18:06 min noch gut im Plan, doch auf den letzten beiden Runden konnte ich dieses Tempo nicht mehr halten. Bei den zahlreichen Überrundungen, die mich förmlich zum Slalomlaufen zwangen, kam ich völlig aus dem Rhythmus und musste mich am Ende mit 37:15 zufrieden geben. Im Gesamtklassement kam ich auf Platz 44, in der M30 wurde ich Elfter.

WLK-Citylauf Erkelenz, 10 km, 26.08.2001

Zu einer wahren Hitzeschlacht mit Temperaturen deutlich jenseits der 30 Grad wurde in diesem Jahr das Rennen durch meine Heimatstadt. Angefeuert von meinen Freunden und Bekannten am Streckenrand, die dafür sorgten, dass dieses Rennen ein echtes Heimspiel wurde, legte ich auf den ersten Kilometern ein hohes Tempo vor, so passierte die 2 km-Marke nach etwas über sieben Minuten. Danach musste ich aber den Temperaturen Tribut zollen, obwohl ich unterwegs jede Möglichkeit zur Abkühlung nutzte. Am Ende lief ich mit 38:03 Minuten eine gute halbe Minute langsamer als im letzten Jahr und kam im Gesamtklassement auf Platz 14. In der M30 musste ich mich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen, aber mit einem Kenianer auf dem ersten und dem deutschen M30-Meister über 5000 Meter auf dem zweiten Platz, war diese Klasse auch die am stärksten besetzte. Foto vergrößern  Mehr Fotos: 1 - 2 - 3 - 4

Citylauf Hückelhoven, 8.4 km, 19.08.2001

So langsam scheinen sich die vielen Trainingskilometer von Kitzbühel auszuwirken, denn beim Citylauf in Hückelhoven konnte ich auch ohne an meine Grenzen gehen zu müssen, ein richtig gutes Rennen laufen. Auf den ersten 250 Metern konnte ich mich sogar an der Führungsposition erfreuen, denn keiner der eigentlich stärkeren Läufer wollte so recht die Initiative ergreifen. Erst als der spätere Sieger Joseph Korir Kanda aus Kenia das Tempo erhöhte, gingen in seinem Sog einige Mitläufer an mir vorbei. Nach einigen interessanten Positionskämpfen während des Rennens kam ich am Ende mit 30:36 Minuten auf den zehnten Platz, in der M30 wurde ich Dritter.

City-Nacht, Berlin, 10 km, 04.08.2001

Es gibt Tage, an denen läuft einfach nichts zusammen und genau einen solchen hatte ich hier erwischt. Eigentlich wollte ich ja meine Trainingskilometer, die ich in den Bergen rund um Kitzbühel absolviert hatte, hier auf dem Ku-Damm in eine schnelle Zeit umsetzten, aber schon beim Einlaufen vor dem Rennen hatte ich das Gefühl, mit Bleigewichten an den Füßen zu laufen. Der erste Kilometer im Rennen war mit 3:31 min zwar noch ok, aber schon nach drei Kilometern lag ich schon über der Marke von elf Minuten. Nach der Hälfte der Distanz hatte ich eine Zeit von 18:24 min, aber obwohl ich auch danach noch voll am Limit lief kam ich am Ende nur auf 37:20 Minuten und belegte damit Platz 145.

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