| News-Archiv 4 |
Großglockner-Berglauf, Heiligenblut/AUT, 13.5 km, 22.07.2001
Einen meiner schwierigsten, aber auch eindrucksvollsten Läufe erlebte ich auf der extrem anspruchsvollen Strecke vom österreichischen Heiligenblut auf die Kaiser Franz-Josefs-Höhe, wo eine Höhendifferenz von 1079 Metern zu überwinden war. Der Start erfolgte auf 1301 m.ü.M und nach einem noch relativ harmlosen ersten Kilometer, ging es schon nach kurzer Zeit auf schmalen und steilen Pfaden nach oben. Teilweise führte der Weg direkt am Abgund vorbei, so dass kaum die Möglichkeit blieb, die grandiose Landschaft mit den schneebedecken Gipfeln ringsum zu genießen. Richtig schwer wurde es dann aber auf der zweiten Hälfte des Rennens, als es fast nur noch durch Geröllfelder ging und ich mich teilweise nur noch auf allen Vieren vorwärts bewegen konnte. Beeindruckend war das Finale des Rennens, denn auf den letzten 500 Metern waren noch einmal rund 250 Höhenmeter zu überwinden. Nach 2:00:29 Stunden erreichte ich das 2370 Meter hoch gelegene Ziel unterhalb des schneebeckten Großglocknergipfels.
The Classic, Tessenderlo/Belgien, 10 km, 09.07.2001
Wie schon in den letzten drei Jahren konnte ich im belgischen Tessenderlo eine neue Saisonbestleistung laufen. Vor über 40.000 Zuschauern war ich auf dem Rundkurs durch die limburgische Kleinstadt mit 36:50 Minuten über eine Minute langsamer als im letzten Jahr. Nach der Hälfte der Distanz sah es mit 18:09 Minuten noch nach einer richtig guten Zeit aus, doch auf der zweiten Rennhälfte konnte ich trotz der Motivation durch das gigantische Publikum dieses Tempo nicht mehr halten. Im Gesamteinlauf kam ich auf Platz 123.
Essener Stadtlauf, 10 km, 01.07.2001
Eigentlich waren die Bedingungen beim
Essener Stadtlauf wie für mich gemacht: Ein anspruchsvoller, kurvenreicher
Kurs und warme Temperaturen; also eigentlich alles nach meinem Geschmack.
Dennoch lief es nicht so wie erwartet. Schon der erste Kilometer war mit
3:44 Minuten ungewöhnlich langsam und spätestens nach der Hälfte
war klar, dass es keine gute Zeit geben würde. Am Ende war ich mit 38:28
aber doch noch ein gutes Stück langsamer als befürchtet. Auf den
letzten Kilometern fehlte mir einfach die Kraft um noch einmal Gas zu geben,
vielleicht war dies einfach die Folge der vielen Rennen im Juni. Im
Gesamtklassement kam ich auf Platz 36, in der M30 wurde ich 16. Fotos vom Lauf: 1 - 2 - 3 |
Darmstädter Stadtlauf "Cup da Franco", 5 km, 26.06.2001
Mit einer beeindruckenden Zuschauerkulisse und mehreren Livebands an der Strecke war der Darmstädter Stadtlauf wieder der Höhepunkt der Sommersaison für mich. Motiviert von dieser gigantischen Atmosphäre, die in Deutschland ihresgleichen sucht, lief ich die fünf Kilometer auf dem nicht leichten Rundkurs durch die Darmstädter Fußgängerzone in 17:37 Minuten. Obwohl das Thermometer zur Startzeit noch Werte um 30 Grad anzeigte war dies mein mit Abstand schnellstes Rennen über diese Distanz in diesem Jahr. Im stark besetzten Teilnehmerfeld belegte ich damit Platz 29.
Rheydter Citylauf, 10 km, 22.06.2001
Im schwächsten Teilnehmerfeld der letzten Jahre reichten mir schon bescheidene 37:31 Minuten, um im Gesamtklassement auf den neunten Platz zu kommen. Schon kurz nach dem Start hatte sich das Feld weit auseinander gezogen und so musste ich fast die gesamte Distanz alleine laufen. Deshalb hatte ich mich schon früh entschieden, nicht auf die Zeit zu achten, sondern nur unter den ersten Zehn ins Ziel zu kommen. In der M30 wurde ich Dritter.
Die Nacht von Borgholzhausen, 5 Meilen, 16.06.2001
Wie in den letzten Jahren war die Nacht von Borgholzhausen wieder einer meiner Saisonhöhepunkte. Leider ging es in diesem Jahr nur noch über fünf Meilen (8045m), statt wie in der Vergangenheit über die doppelte Distanz, so wurde man um die Hälfte des Vergnügens gebracht. Allerdings war in diesem Jahr die Stimmung an der Strecke auch nicht mehr so gigantisch wie in den Vorjahren. Sportlich lief es für mich ausgesprochen gut, nachdem ich den ersten Kilometer in 3:24 Minuten angelaufen war, passierte ich die 3-Km-Marke nach 10:35 Minuten. Meine Zwischenzeit bei Km 5 war mit 17:54 Minuten schneller als meine Endzeit von Solingen zwei Tage zuvor. Im Ziel hatte ich 29:17 Minuten und kam damit auf Platz 59.
Solinger Klingenlauf, 5 km, 14.06.2001
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, in diesem Rennen einmal unter der Marke von 18 Minuten zu bleiben, nachdem ich in den letzten Jahren immer knapp darüber ins Ziel gekommen war. Bis zur dritten Runde sah es auf dem fünfmal zu durchlaufenden Rundkurs durch die Solinger City auch so aus, als ob es klappen würde, doch dann fehlte mir die Kraft um das Tempo bis zum Ziel durchzuhalten und so wurde ich am Ende in 18:09 Minuten Neunter.
Neusser Sommernachtslauf, 10 km, 09.06.2001
Die diesjährige Auflage des Neusser Sommernachtslaufes wird wohl als eine der besten in die Geschichte dieser Veranstaltung eingehen. So viele Zuschauer wie nie zuvor säumten die neue, knapp einen Kilometer lange Runde und sorgten zusammen mit den Live-Bands für eine grandiose Stimmung, während auf dem Markt ZDF-Sportchef Wolf-Dieter Poschmann und Burkhard Swara als Streckensprecher die Zuschauer immer kompetent auf dem Laufenden hielten. Von dieser Atmosphäre beflügelt war es kein Wunder, dass ich den ersten Kilometer mit einer Zeit von unter 3:30 Minuten deutlich schneller lief als geplant. Schnell hatte sich das Feld auseinander gezogen und so lief ich fast die gesamte Distanz alleine. Allerdings konnte ich das hohe Anfangstempo nicht durchhalten und erreichte nach 37:28 Minuten als 24. im Lauf der Asse das Ziel auf dem Markt.
Tilburg Ten Miles, 16.1 km, 03.06.2001
Mit 1:00:45 Stunden konnte ich mich gegenüber dem Vorjahr um über eine Minute verbessern, allerdings verhinderte der starke Wind, der auf der drei Kilometer langen Geraden zwischen km 3 und 6 direkt von vorne kam, eine Zeit von unter einer Stunde. Insgesamt waren rund 1800 Teilnehmer auf die Strecke gegangen, über 400 mehr als letztes Jahr. In der Gesamtwertung kam ich auf Platz 106.
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bObwohl das Wetter deutlich kühler war als vor Jahresfrist
und es immer wieder Regenschauer gab, säumten wieder über 40000
Zuschauer die Strecke und sorgten zusammen mit den zahlreichen Straatorkestjes
(siehe Foto) für eine begeisternde Stimmung.
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Monheimer Gänseliesellauf, 5 km, 25.05.2001
Bei meinem dritten Wettkampf innerhalb von nur sechs Tagen konnte ich mit 18:00 Minuten eine neue Saisonbestleistung über fünf Kilometer laufen. Unbeeindruckt von den hohen Temperaturen ging ich den ersten Kilometer in 3:24 Minuten an, nach drei Kilometern standen 10:38 Minuten auf der Uhr. Danach fehlte mir jedoch die Kraft in den Beinen um noch bis zum Ende Druck zu machen. Immerhin reichte es für mich noch zum zweiten Platz in der M30.
Sonsbecker Brunnenlauf, 10 km, 23.05.2001
Lange hatte ich überlegt, ob ich überhaupt nach Sonsbeck fahren sollte, denn am Anfang der Woche spürte ich die schmerzhaften Nachwirkungen des Halbmarathons von Utrecht noch ziemlich heftig in meinen Beinen. Aber das schöne Wetter und die immer gute Stimmung entlang der Strecke bei diesem Lauf gaben den Ausschlag dafür, doch zu starten. Eine richtig schnelle Zeit war von vornherein nicht möglich, dafür war es auch ein bisschen zu warm, aber es wurde ein interessantes und taktisch gutes Rennen mit einigen interessanten Zweikämpfen, wovon ich einen noch im Spurt auf der Zielgeraden für mich entscheiden konnte. Mit 37:51 Minuten kam ich im Gesamtklassement auf Platz 43, in der M30 wurde ich Neunter, ein ordentliches Ergebnis wenn man bedenkt, dass die ersten drei in dieser Klasse aus Kenia kamen.
Halve van Utrecht, 21,1 km, 20.05.2001
Nach
der Enttäuschung von Kassel aus der Vorwoche lief es hier wieder deutlich
besser. Auch wenn es für einen Angriff auf die Bestzeit vielleicht doch
ein klein bisschen zu warm war, war es doch ein Rennen das Spaß gemacht
hat. Dies lag nicht zuletzt auch an der neuen Strecke, die viel
abwechslungsreicher und zuschauerfreundlicher war, als die Varianten der
letzten Jahre. Die Streckenänderung war übrigens aufgrund der Maul-
und Klauenseuche nötig geworden, so hatte man in diesem Jahr auf die
Teilstücke außerhalb der Stadt verzichtet, dafür aber eine
zweite Passage des Start-Zielbereichs eingebaut. Obwohl in Utrecht in diesem
Jahr die niederländischen Halbmarathonmeisterschaften ausgetragen wurden,
war die Besetzung hinter der Spitze nicht sonderlich stark, so dass ich trotz
eines großen Teilnehmerfeldes (ca. 2500 Läufer) oft mehr als 50
Meter Luft nach vorne und hinten hatte. Von der taktischen Einteilung war
es ein gutes Rennen, auf der zweiten Hälfte konnte ich noch einige
Mitläufer überholen und mit etwas mehr Konkurrenz wäre vielleicht
noch eine etwas schnellere Zeit möglich gewesen, so kam ich nach 1:21:52
Stunden ins Ziel.
Kasseler Citylauf, 10 km, 12.05.2001
Wenn Winfried Aufenanger als Marathon-Bundestrainer genauso "gut" war, wie als Veranstaltungsleiter des Kasseler Citylaufs, dann dürften die Gründe für die Misere im Marathon-Bereich der Männer wohl klar sein. Wer daran denkt, für die lokale Prominenz ein VIP-Zelt aufzubauen, es aber nicht für nötig hält, bei Temperaturen von 30 Grad in der Sonne (Schatten gab es auf der Strecke während des Rennens noch nicht), eine Wasserstelle einzurichten, der stellt damit nicht gerade seine läuferische Kompetenz unter Beweis. Zwar standen im Zielbereich einige Wannen mit Wasser, aber die waren für die Läufer praktisch unerreichbar und damit nutzlos. Erst als das Rennen schon eine halbe Stunde alt war, kam ein Helfer auf die Idee, die vorbeilaufenden Athleten, mit dem Wasser nasszuspritzen; eine echte Erfrischung aber leider viel zu spät. Zum Glück wehte auf der Gegengeraden ein leichter Wind, der wenigstens noch ein bisschen Abkühlung brachte. Ich laufe ja wirklich gerne wenn es warm ist, aber unter solchen Bedingungen war dies mit Sicherheit mein letzter Start in Kassel. Auch in Sachen Stimmung an der Strecke war das Rennen eine Enttäuschung. Wo die Zuschauer und Läufer bei Cityläufen anderenorts mit fetziger Musik in Stimmung gebracht werden, wurden sie hier von Winfried Aufenangers Geschwafel gelangweilt. Sportlich war das Rennen für mich ein echte Enttäuschung, mit 38:37 Minuten war ich noch ein gutes Stück langsamer als im letzten Jahr, als ich dank damals vorhandener Streckenversorgung mit den seinerzeit noch heißeren Temperaturen viel besser zurecht kam. Dass auch mehrere Stunden nach dem Rennen noch keine Ergebnisliste verfügbar war, komplettiert das negative Gesamtbild der Veranstaltung.
25 km von Berlin, 06.05.2001
Ein Rennen der Rekorde war die diesjährige Auflage der 25 km von Berlin. Mit über 5000 Läufern war das Teilnehmerfeld so groß wie schon lange nicht mehr, und auch die gelaufenen Zeiten waren trotz des teilweise störenden Gegenwinds hervorragend. Im verlängerten Windschatten des Kenianers Rodgers Rop, der eine neue Weltbestzeit über diese Distanz lief, stellte ich mit 1:37:18 Stunden einen neuen persönlichen Rekord auf. Auf Platz 76 erreichte ich das Ziel, in der M30 wurde ich 18.
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