News-Archiv 2

Cross-DM Wetter/Ruhr, 10.5 km, 02.12.2000 

Auf der Strecke, auf der ich vor fünf Jahren zum ersten Mal bei deutschen Meisterschaften am Start war, bin ich in diesem Jahr mein letztes Saisonrennen gelaufen. Wie damals ging es über 10,5 km und wie damals war fast die gesamte deutsche Langstreckenelite am Start. Mit 43:24 Minuten war ich eine gute Minute schneller als meiner Meisterschaftspremiere und kam damit auf Platz 85.
Fotos  Ergebnisliste

Darmstadt Cross, 8km, 19.11.2000

Im hochklassig besetzten Lauf über 8000 Meter, der als zweiter Wertungslauf zum Deutschen Cross Cup zählte, lief ich mit 31:25 Minuten auf Platz 49. Um diese Position lieferte ich mir während des gesamten Rennens mit zwei Mitläufern einen spannenden und an Dramatik kaum zu überbietenden Dreikampf. Immer wieder gab es Positionswechsel, doch keiner konnte sich entscheidend von den anderen absetzen. Erst als es in die letzte der vier zu laufenden Runden ging, schien es so, als ob ich meinen Mitstreitern den Vortritt lassen müsste. Doch mit einer langgezogenen Tempoverschärfung auf dem letzten Kilometer konnte ich einen der beiden noch einmal einholen und im Ziel auch hinter mir lassen.
Beinahe wäre es jedoch gar nicht dazu gekommen, denn eine Erkältung während der Woche hatte den Start in Darmstadt bis zuletzt in Frage gestellt.  

Heide-Cross Köln, 10 km, 05.11.2000 

Bei der Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Deutschen Cross Cup konnte ich mich gegenüber dem Vorjahr um fünf Plätze auf Rang 22 verbessern. Allerdings war meine Zeit auf dem viermal zu durchlaufenden Rundkurs durch die Merheimer Heide mit 42:15 min ein gutes Stück langsamer als vor Jahresfrist, woran sicherlich auch der tiefe Boden seinen Anteil hatte.

Run Party Echt/NL, 21.1 km, 22.10.2000

Nachdem es in Luxemburg nicht mit der Halbmarathon-Bestzeit geklappt hatte, wollte ich es auf der schnellen Strecke von Echt noch einmal versuchen, doch meine Form gab es einfach nicht mehr her. Mit 1:22:32 Stunden war ich nur unwesentlich schneller als eine Woche zuvor.

Route du Vin Luxemburg, 21.1 km, 15.10.2000

Schon früh musste ich erkennen, dass bei diesem Rennen eine Verbesserung meiner Halbmarathonzeit nicht möglich war. Lag ich nach fünf Kilometern mit einer Zwischenzeit von 19:03 Minuten noch annähernd im Plan, so musste ich schon einen Kilometer später den Kontakt zum vor mir laufenden Pulk abreißen lassen und fortan alleine gegen den Wind ankämpfen. So sank das Tempo auf den nächsten fünf Kilometern bis zum Wendepunkt in Wormeldange auf 19:39 Minuten. Danach kam der Wind zwar von hinten, aber nun ging es auch bis zum Ziel in Remich wieder bergauf. Obwohl ich mein Tempo auf der zweiten Hälfte schon deutlich reduziert hatte, konnte ich unterwegs noch einige Plätze gutmachen und erreichte nach 1:22:58 Stunden auf Platz 70 von rund 1200 Teilnehmern das Ziel.

Kärwa-Lauf Fürth, 7.5 km, 08.10.2000

Wohl kein andererer Straßenlauf in Deutschland kann ein derartig hochklassiges Teilnehmerfeld vorweisen wie der Fürther Kärwa-Lauf. Obwohl ich mit 27:43 Minuten schon recht zügig unterwegs war, erreichte ich erst auf Platz 77 das Ziel, in der M30 wurde ich Neunter. Rund 40.000 Zuschauer säumten den zweimal zu laufenden Wendepunktkurs durch die Fürther Altstadt.

Jubiläumslauf Granterath, 10 km, 30.09.2000
Ohne großen Aufwand konnte ich beim Jubiläumslauf des TV Granterath den dritten Platz belegen. Schon kurz nach dem Start war klar, dass ich das Tempo der beiden ersten Läufer nicht mitgehen konnte, ich aber von meinen Verfolgern auch nichts zu befürchten hatte. So brauchte ich mich auf dem viermal zu durchlaufenden Rundkurs durch den kleinen Erkelenzer Ortsteil nicht zu verausgaben um in 39:07 Minuten auch noch meine Altersklasse zu gewinnen.

Stadsloop Maastricht, 10.5 km, 24.09.2000

Nachdem ich mir nach dem Berlin-Marathon einige trainingsfreie Tage gegönnt hatte, war ich ohne besondere Ambitionen an den Start gegangen. Interessant wurde das Rennen in der südlichsten Stadt der Niederlande aber dennoch durch einen Zweikampf über fünf Kilometer, den ich auf den letzten 200 Metern mit einer kurzen aber heftigen Tempoverschärfung für mich entscheiden konnte. Mit 39:11 Minuten kam ich auf Platz 19.

10.09.2000 
Ein Rennen der Rekorde war der 27. Berlin-Marathon. Mehr als 27.000 Läufer und Läuferinnen hatten sich auf den 42,195 Kilometer langen Weg durch die deutsche Hauptstadt gemacht. Es hätten sogar noch mehr sein können, doch der Veranstalter hatte aus Sicherheitsgründen die maximale Teilnehmerzahl begrenzt und schon vor dem offiziellen Meldeschluss keine Meldungen angenommen.
Zusammen mit allen Rahmenwettbewerben (Inline-Skater, Rollis, Power-Walker und Schüler-Mini-Marathon) waren mehr als 40.000 Sportler aktiv. Rund eine Million Zuschauer säumten den Streckenrand und sorgten für eine einzigartige Atmosphäre.
Überraschender Sieger war der Kenianer Simon Biwott in der Topzeit von 2:07,42 Stunden. Damit erreichte er die achtbeste in diesem Jahr in der Welt gelaufene Marathonzeit. Dabei war der Kenianer eigentlich nur als Tempomacher nach Berlin gekommen, um seinen Mannschaftskameraden Jackson Kabiga zum Sieg und damit zu der 50000 Mark Siegprämie zu verhelfen. Doch als er sich bei Kilometer 28 immer noch gut fühlte, entschied er sich durchzulaufen und sicherte sich selbst die Prämie. Schnellste Frau war die Japanerin Kazumi Matsuo in 2:26,15 Stunden.
Mit dem Vorsatz meine persöliche Bestzeit von 2:56,41 Stunden zu verbessern, war ich an den Start gegangen, doch am Ende fehlten 13 Sekunden zum neuen Rekord. Von der Renngestaltung war es jedoch wohl mein bisher bestes Rennen über die 42,195 km. In absolut gleichmäßigem Tempo spulte ich meine Kilometer herunter, hier meine Zwischenzeiten:
Start-Km 5 20:43
Km 5-10 20:53
Km 10-15 20:42
Km 15-20 20:43
Km 20-25 20:47
Km 25-30 21:10
Km 30-35 21:24
Km 35-40 21:14
Km 40-Ziel   09:15
 
Real-Player Videos:

Der Start
Zieleinlauf Männer
Zieleinlauf Frauen

Nach rund 3 km erreichen die Läufer das Brandenburger Tor, einst Symbol für die Trennung Berlins. Ein Höhepunkt der Strecke ist der Platz am wilden Eber zwischen Km 35 und 36. Tausende von Zuschauern und eine Gruppe von Cheerleadern geben den Läufern den Kick für die letzten Kilometer.

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